STUDIE: Chip.de veröffentlicht EDV-Studie
Vorbemerkung
Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, weder privat noch beruflich. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie arbeiten schon zwei Drittel aller Deutschen mit dem Computer. Umso wichtiger ist es, dass Kinder möglichst früh an den Umgang mit dem PC herangeführt werden. CHIP hat in der repräsentativen Studie „Kids am Computer“ 10-19jährige Schüler an allgemeinbildenden Schulen zu ihrer Computernutzung zu Hause und in der Schule befragt.
Hohe Computernutzung schon mit 10 Jahren
Ein überraschendes Ergebnis zeigte sich vor allem bei den jüngsten Befragten. Fast alle 10-11jährigen können zu Hause einen Computer nutzen (85%), fast jeder zweite der Altersgruppe ist mehrmals pro Woche im Internet, jeder vierte wird zu Hause in Sachen Computer um Rat gefragt. Im Widerspruch zum großen Computer-Interesse der 10-11jährigen steht jedoch der Stellenwert der Computernutzung an deutschen Schulen. Nur jeder fünfte aus dieser Altersgruppe hat in der Schule Computer-bzw. EDV-Unterricht. Das Bildungssystem hinkt der Realität in deutschen Kinderzimmern hinterher.
Schulen schlecht mit PCs ausgestattet
Insgesamt lässt die Schulausstattung mit PCs noch zu wünschen übrig. Nur 72% der befragten Schüler geben an, dass es an ihrer Schule Computer gibt, die sie nutzen können. Etwas besser ist die Schulausstattung in den neuen Bundesländern. Auch Gymnasien sind besser ausgestattet als Real-und Hauptschulen. Die Qualität der Schulcomputer gibt oft Grund zur Beanstandung. Vier von zehn Schülern beschweren sich, dass die Schulcomputer oft nicht richtig funktionieren. In Hauptschulen ist die Qualität der Rechner noch etwas schlechter als in Realschulen oder Gymnasien.
Zu wenig EDV-Unterricht an Schulen
Es gibt noch immer viel zu wenig Computer-Unterricht an deutschen Schulen. Nur vier von zehn Schülern haben EDV-Unterricht an der Schule, nur bei etwa der Hälfte wird der PC fächerübergreifend im Unterricht eingesetzt. Darüber hinaus bestehen auch hier Unterschiede in der PC-Nutzung je nach Schultyp: Im Gymnasium wird der PC deutlich häufiger und früher eingesetzt. Bei Real-und Hauptschulen kommt der Computer erst in den letzten Klassen verstärkt zum Einsatz.
Bessere Computerkenntnisse dank eigenem PC
Knapp die Hälfte der befragten Schüler stuft ihre PC-Kenntnisse als „gut“oder „sehr gut“ein. Deutlich besser bewerten sich Schüler mit eigenem PC zu Hause oder mit EDV-Unterricht. Da vor allem Kinder aus einkommens-stärkeren Familien zu Hause einen eigenen Computer haben, haben diese auch bessere Chancen gute Computerkenntnisse zu erlangen. Umso wichtiger wäre es, rechtzeitig in den Schulen mit dem EDV-Unterricht zu beginnen. Den Eltern kann man nur den Rat geben, ihre Kinder möglichst früh selbst den richtigen Umgang mit dem Computer zu vermitteln. Dabei ist ein eigener PC für die Entwicklung der Computerkenntnisse des Kindes von großem Vorteil.
EDV-Lehrer nur „befriedigend“
Sowohl die Computer-Ausstattung als auch der fächerübergreifende Einsatz des Computers wird von den Schülern nur mit der Note 3,0 bewertet. Etwas besser wird der EDV-Unterricht und der EDV-Lehrer bewertet. Über eine 3+ kommen die Lehrer aber nicht hinaus. 49% der Schüler bewerten ihren EDV-Lehrer bestenfalls als „befriedigend“.
München, den 1. März 2008
CHIP Marktforschung
Hier die ganze Studie: chip-jugend-studie-kids-am-computer