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Mehr Betreuung auch für die Kleinsten

Eltern von Kleinkindern haben künftig mehr Möglichkeiten, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Bis 2013 entstehen bundesweit Betreuungsplätze für 35 Prozent der unter Dreijährigen.

Der Bundestag hat heute das Gesetz zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege verabschiedet. Bundesfamilienministerin von der Leyen sprach von einem historischen Schritt: “Das Kinderförderungsgesetz setzt Meilensteine in Deutschland.”

Vielfältiges Angebot

Die Bundesregierung setzt auf ein vielfältiges Betreuungsangebot. Viele Eltern wünschen sich für die Kleinsten die familiennahe Betreuungsform der Kindertagespflege. Deshalb sollen 30 Prozent der neuen Plätze in diesem Bereich geschaffen werden. Darüber hinaus soll die Arbeit von Tagesmüttern und -vätern aufgewertet werden: Sie sollen leistungsgerecht vergütet werden. Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden künftig durch die Jugendämter zur Häfte erstattet. Und es werden klare qualitative Anforderungen an Tagespflegepersonen gestellt.

Vier Milliarden vom Bund

Für Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung sind bereits 300 Millionen Euro aus den Ländern abgerufen worden. “Wir können jetzt endlich die ellenlangen Wartelisten für Betreuungsplätze abbauen”, sagte die Ministerin in Berlin.
Der Bund beteiligt sich mit insgesamt vier Milliarden Euro an den Kosten für den Ausbau der Kinderbetreuung. Bereits Ende 2007 wurde ein Sondervermögen von 2,15 Milliarden Euro für Investitionen eingerichtet. Nun regelt das Kinderförderungsgesetz die Beteiligung des Bundes an den Betriebskosten: Die Länder erhalten im Rahmen der Umsatzsteuerverteilung für die Jahre 2009 bis 2013 insgesamt 1,85 Millarden Euro. Anschließend erhalten sie jährlich 770 Millionen.

Perspektiven

Ab 1. August 2013 wird es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geben. Für Eltern, die ihre unter dreijährigen Kinder nicht in einer Einrichtung betreuen lassen wollen oder können, soll ab 2013 eine monatliche Zahlung, zum Beispiel ein Betreuungsgeld, eingeführt werden.

Quelle: Bundesregierung.de

Eine Reaktion zu “Mehr Betreuung auch für die Kleinsten”

  1. WA

    Mag schon sein… Nur leider gibt es auch in Zukunft noch lange nicht genug Plätze, dass jedes Kind dessen Eltern arbeiten gehen betreut werden könnte. Ganz speziell betrifft dies ja auch die Kinder der alleinerziehenden Mütter und Väter. Leider gibt es außer sehr wenigen Ganztagsschulen, deren Plätze noch schwieriger zu ergattern sind als Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren, beinahe keine Möglichkeiten der Kindsunterbringung für Grundschulkinder vor oder nach den offiziellen Schulzeiten. Für Arbeitnehmer oder Studenten mit Kindern in dem Alter besteht somit keine Alternative mehr als wieder in die Arbeitslosigkeit zu fallen, bis die Kinder selbständig geworden sind!!! Liebe Bundesregierung, daran müsst ihr was ändern!!!

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