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Bildungsstand(ard)ort Deutschland

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OECD-Studie 2008 - Deutschland mangelt es an qualifizierten Fachkräften

`Bildung auf einen Blick´

Die jährlich erscheinende Studie der OECD “Bildung auf einen Blick” veröffentlicht internationale Vergleichskennzahlen der vergangenen Jahre zu den Bildungsergebnissen der Mitgliedsstaaten.
Hierzu werden bildungspolitische Fragen aus internationaler Perspektive betrachtet, damit die Effektivität der Bildung den wachsenden Herausforderungen angepasst werden kann.
So kann das deutsche Bildungssystem und seine Entwicklung durch die Erkenntnisse der OECD-Studie bewertet und mögliche Reformstrategien entwickelt werden.

Angenehm fiel Deutschland durch den geringen Prozentsatz der Studienabbrecher auf, die mit 23 Prozent statistisch weit unter dem Durchschnitt der restlichen OECD-Mitglieder von 31Prozent liegen. Weniger Freude bereitet allerdings die Erkenntnis, dass der Anteil der Studienanfänger- und Abgänger der Altersjahrgänge in Deutschland um ca. 3 Prozent, nicht aber im selben Maße wie der OECD-Schnitt um ca. 9 Prozent steigen konnte.

Die durchnittliche Anzahl der Studienanfänger an Hoch- und Fachschulen anderer Mitgliedsstaaten erhöhte sich vom Jahr 2003 bis 2006 von 53 auf 56 Prozent, in Deutschland dagegen stagnierte der Wert bei ca. 36 Prozent.

Obwohl der Mangel an qualifizierten Fachkräften immer deutlicher wird und der Bedarf an Medizinern, Lehrern und Akademikern mit technischem Hochschulabschluss laut OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger nicht mehr durch eigene Ausbildung gedeckt werden kann, investiert Deutschland leider nur rund 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Bildung, somit 1 Prozent weniger als andere OECD Mitgliedsstaaten im Durchschnitt (6,1%).

Mit der Mehrheit von inzwischen 55 Prozent überholen Frauen die Männer nunmehr bei der tertiären Ausbildung. Im Jahr 2000 waren noch genau die Hälfte der Studierenden in Deutschland weiblichen Geschlechts. Auf Grund des 5-prozentigen Zuwachses studierender Frauen liegt Deutschland leicht über dem OECD-Schnitt von 54 Prozent.
Deutlich über dem Durchschnitt der Mitgliedsstaaten liegen Frauen in den Bereichen Informatik und Mathematik, in den Ingenieurswissenschaften jedoch genauso deutlich unterhalb der Norm.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Kramp-Karrenbauer, erklärte dass die “Bildung auf einen Blick” bestätigt habe, wir seien mit den Bildungsreformen in Deutschland auf einem guten Weg, jedoch noch nicht am Ziel angelangt. “Deshalb werden wir in den nächsten Jahren selbstverständlich weiter die notwendigen Anstrengungen unternehmen, um den Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungsstand der Bevölkerung in Deutschland zu sichern und auszubauen”, so die Ministerin weiter.

- N. Wawrzyniak - & - M. Kleintges -


Diagramme: 41277355

OECD Studien Link Bildung auf einen Blick 2008 - Die Publikation

Eine Reaktion zu “OECD-Studie 2008 - Deutschland mangelt es an qualifizierten Fachkräften”

  1. TorstenW.

    Ich finde, das die Regierung und auch andere Organisationen mit Ihren Projekten das Problem der Bildung nicht in den Griff bekommen.

    Denn was bringt es denn, wenn unsere Kinder nicht mal Lernen zu lernen und die Lehrer begreifen, das Sie SChüler unterrichten und keine Fächer.
    Haben Sie schon einmal einen Lehrer gefragt, was er beruflich macht oder eher was er unterrichtet???
    Er wird Ihnen bestimmt sagen er unterrichtet Mathe oder Englisch… von Menschen keine Spur…

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