Praxisorientiert studieren für den Arbeitsmarkt
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Besuch an der Hochschule Magdeburg-Stendal als “spannenden letzten Abschnitt” ihrer Bildungsreise bezeichnet. Dort hilft das Weiterbildungsprogramm “AQUA” arbeitslosen Akademikerinnen und Akademikern, wieder ins Berufsleben zurückzukehren - und ist dabei ziemlich erfolgreich.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Besuch an der Hochschule Magdeburg-Stendal als “spannenden
Wer an “AQUA” teilnimmt, hat schon einmal studiert: in Russland, Rumänien oder Deutschland. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus über 30 verschiedenen Ländern. Trotz ihrer guten akademischen Ausbildung in ihren Herkunftsländern haben sie in Deutschland keinen Arbeitsplatz gefunden. Der Grund: Oftmals fehlen ihnen einige wichtige zusätzliche Qualifikationen.
Brücken bauen
Genau hier setzt das Weiterbildungsprogramm an. Das Projekt habe sozusagen eine “Brückenfunktion”, sagte die Bundeskanzlerin. “Menschen, die eine akademische Ausbildung haben, können hier durch Auffrischung und Verbesserung dieser Ausbildung wieder Berufschancen ergreifen.” Und der Arbeitsmarkt bekommt auf die Weise die benötigten Fachkräfte.
“AQUA” steht für “Akademiker/-innen qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt”. Insgesamt 18 berufsspezifische Studienergänzungen stehen zur Auswahl – von Außenhandel über Public Relations bis hin zur Umwelttechnik. Die Hochschule Mageburg-Stendal bietet die Studienergänzung Maschinenbau an.
An der Hochschule Magdeburg-Stendal erwerben Maschinenbauingenieure in 13 Monaten gezielt Kenntnisse für den Arbeitsmarkt. Neben technischen Fächern wie 3D-Modellierung oder Automatisierungstechnik stehen Deutsch, Englisch, Kommunikationstraining und Projektmanagement auf dem Stundenplan.
Die Praxis immer im Blick
Während eines dreimonatigen Betriebspraktikums setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre erlernten Kenntnisse dann direkt in die Praxis um. Nicht selten wird daraus ein dauerhafter Arbeitsplatz. Denn die Maschinenbauabsolventinnen und –absolventen sind gefragt. “85 Prozent der Teilnehmer haben wieder eine Berufschance”, zeigte sich die Bundeskanzlerin erfreut. Und das “in einem Alter weit jenseits der normalen Studiengrenzen”. Das Alter der Studierenden liegt zwischen 23 und 58 Jahren.
“AQUA” sei ein wirklich wichtiges Beispiel für Bildung, die nach den normalen Bildungsabschnitten stattfinde, sagte Merkel.
Durchgeführt wird “AQUA” von der Otto Benecke Stiftung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfonds der EU finanzieren das Programm. “AQUA” ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Die Initiative soll den Weg zu mehr Bildung und Qualifizierung eröffnen. Zugleich soll sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
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