10 000 demonstrieren gegen Gebühren
München, 2.12.2008 – Mehr als 10 000 Menschen haben bayernweit unter dem Motto „Studieren ohne Studiengebühren“ für die Abschaffung der Studiengebühren demonstriert. Allein in München gingen mehr als 7000 Gebührengegner auf die Straße. Weitere Demonstrationen fanden in Coburg, Erlangen und Nürnberg statt. Organisiert wurden die Demonstrationen von den Studierendenvertretungen vor Ort mit Unterstützung des landesweiten Dachverbands der Studierendenvertretungen (LAK).
„Wir sind heute doppelt so viele wie letztes Mal. Wir hören nicht auf, bis die Studiengebühren abgeschafft sind.“ sagte Tobias Dreier, Geschäftsführer der Studierendenvertretung der Uni München.
„Wir sollten nicht über die Verwendung der Studiengebühren reden. Es ist sinnlos über schicke Gartenlauben und neue Fußböden zu reden, sondern die Gebühren müssen weg!“, sagte Isabell Zacharias, hochschulpolitsche Sprecherin der SPD im Landtag bei der Auftaktkundgebung in München.
Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, spielte auf die Krise der Bayern LB an: „Für die Bayern LB sind 10 Milliarden Euro da – und dann würden die Regierung behaupten, sie hätte kein Geld!“
Ulrike Köller, Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e.V., forderte vor dem Hauptgebäude der Münchner Universität ebenfalls die Abschaffung der Gebühren: „Studiengebühren sind ungerecht und gehören, genauso wie das Büchergeld bei uns, abgeschafft.“
„Bei den hohen Mieten, Lebenshaltungskosten und Studiengebühren in München kann sich kein Student mehr wirklich auf das Studium konzentrieren“, sagte Prof. Dr. Michael Piazolo, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler.
Unterstützung für die bayernweite Aktion gab es vom landesweiten Dachverbands der Studierendenvertretungen (LAK). Auch Schüler- und Elternverbände sowie Gewerkschaften und Parteien hatten zur Demonstration aufgerufen.
Die Organisatoren denken bereits an weiter Aktionen. Diese seien im Vorfeld der abschließend Debatte des Antrags auf Abschaffung der Studiengebühren geplant. Der Antrag von den Grünen und der SPD wird voraussichtlich im Januar im bayerischen Landtag abgestimmt.
Quelle: http://indymedia.org