Behinderte Jugendliche nutzen ihre Ausbildungs-Chance
Ruhr Nachrichten Von Achim Roggendorf am 31. Januar 2009 11:03 Uhr
DORTMUND Zwei Jahre lang begleiteten die RN 29 junge Menschen mit Behinderung während ihrer zweijährigen Lehrzeit. Zum Abschluss zieht Projekt-Leiter Detlef Klos vom Berufsförderungswerk im Interview eine Bilanz.
Wie fällt Ihr Fazit aus?Klos: Es fällt sehr positiv aus. Von 29 Jugendlichen haben 19 ihre Ausbildung abgeschlossen, teilweise werden sie sogar übernommen. Ich denke, das kann sich sehen lassen.
Also hat sich das Engagement gelohnt?
Klos: Auf jeden Fall. Es war der richtige Weg. Die Fördergelder des Landes NRW sind gut angelegt. Ohne diese Hilfe hätten die gehandicapten Jugendlichen keine Chance auf eine betriebliche Ausbildung gehabt.
Wer hat die Jugendlichen ausgesucht?
Klos: Die Agentur für Arbeit. In Einzelgesprächen haben wir im Berufsförderungswerk dann überprüft, ob die Jugendlichen geeignet sind.
Nach welchen Kriterien haben Sie ausgewählt?
Klos: Für uns war wichtig, dass Motivation und Leistungswille stimmen. Viele Jugendliche kamen mit ihren Eltern zum Gespräch. Das hat uns sehr gefreut, zeigte es doch das große Interesse aller an so einer Ausbildung.
Wie sah die Ausbildung aus?
Klos: Es handelte sich um eine zweijährige Ausbildung mit sozialpädagogischer Begleitung, Stützunterricht und Coaching.
War es schwer, Betriebe zu finden?
Klos: Im Gegenteil: Es haben viele namhafte Firmen mitgemacht. Heute zählt nicht mehr allein, ob ein Unternehmen kurzfristig gute Umsatz- und Ertragszahlen schreibt. Immer entscheidender wird die Frage nach der sozialen Verantwortung. Wer einen Jugendlichen mit Behinderung ausbildet, tut auch etwas für sein Image.
QUELLE: Ruhr Nachrichten Von Achim Roggendorf am 31. Januar 2009 11:03 Uhr